Christian Bischoff: Die Kunst dein Ding zu machen

Christian Bischoff | Die Kunst dein Ding zu machen

Heute haben wir Christian Bischoff im Gespräch und Christian ist Unternehmer, Redner, Trainer  und Gründer der Schultour „Der positive Unterschied“ , einem Motivations- und Persönlichkeitstraining für junge Menschen. Er war mit 16 Jahren jüngster Basketballprofi Deutschlands und schon kurze Zeit später ist er in eine von drei großen Krisen geraten, die sein Leben extrem verändert haben. Wie er da rausgekommen ist und was du aus diesen Krisen lernen kannst, erfährst du gleich.

Christian Bischoff

Inhalte des Interviews mit Christian Bischoff

  • Welche Geschichte sein Vater Christian erzählt hat und warum diese ein Augenöffner für ihn war
  • Du erfährst, als welchem Grund Christian seinen Lebenssinn verloren und durch welche Aussage sich das komplett geändert hatte
  • Du lernst, welche Sache du im Leben nicht beschleunigen kannst
  • Wie er ohne Geld und ohne Erfahrung sich sein Business aufgebaut haben
  • Warum Menschen die hartes erlebt und durchgearbeitet haben, eine ganz andere Tiefe haben
  • Du erfährst, warum sich Christian mit 19 Jahren entschieden hat Profi-Bastketballspieler zu werden
  • Warum es so wichtig ist seinem Herzen zu folgen
  • Warum es so wichtig ist anderen Menschen zu helfen
  • Durch welche drei Rückschläge Christian heute dort ist wo er ist
  • Warum es wichtig ist kleine Schritte zum Erfolg zu machen
  • Warum es dazu gekommen ist, dass Christian seine Schultour konzipiert und abgehalten hat
  • Warum Live-Seminare so wichtig sind, um dir den Kick nach oben zu bringen
  • Welche Frage du dir stellen solltest

Folge hier anhören oder herunterladen:

Podcast, Unlearning Podcast, Gunnar Schuster

Wie erreichst du Christian Bischoff?

  • https://www.christian-bischoff.com/

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Transkript zum Interview mit Christian Bischoff

Thema: Christian Bischoff | Die Kunst dein Ding zu machen

Christian Bischoff:

Hallo ich bin Christian Bischoff. Motivationstrainer, Lifecoach und ehemaliger Profi Basketballspieler und -trainer.

Gunnar Schuster:    

Ich glaube du bist der jüngste Profi-Basketballspieler in Deutschland oder wie ist das? Lass uns einfach dort anfangen und dann dazu kommen wie du zum Motivationstrainer zum Beispiel gekommen bist. Ich glaube das ist eine sehr interessante Story die du da hast.

Christian Bischoff:  

Mein Leben ist schon immer eine Geschichte mit Rückschlägen. Ich wollte als Kind immer Profisportler werden, habe es zuerst als Fußballspieler probiert, da habe ich gemerkt, dass ich talentfrei bin, als Tischtennisspieler war ich Talentfrei, dann hat Boris Becker Wimbledon gewonnen gegen Kevin Curry, das weiß ich heute noch.

An dem Abend habe ich gesagt ab morgen spiele ich Tennis, ich werde der neue Boris Becker, habe angefangen Tennis zu spielen bis ich dann irgendwann bei der Bezirksmeisterschaft 6-0 rausgeflogen bin und mich mein Vater beim Abendessen gefragt hat „Christian, wie viele Spieler waren jetzt bei dem Turnier dabei?“.

Ich habe gesagt „64“. Er fragte dann „Wie viele Bezirke schätzt du gibt es ungefähr in Deutschland?“,

ich sagte glaube ich „1000“. Er sagte „nehmen wir an das stimmt, 1000 Bezirke, 64 Spieler in deinem Jahrgang und du fliegst in deinem Bezirk in der 1. Runde raus. Wie viele Länder gibt es ungefähr auf der Welt?“ er zeigte mir die Länderkarte und fragte „Wie wahrscheinlich ist es, dass du Tennis Profi wirst?“.

Das war damals ein Augenöffner für mich und dann habe ich am nächsten Tag angefangen Basketball zu spielen und endlich etwas gefunden worin ich Talent hatte, das war cool da ging es sehr schnell.

Ich war mit 16 zum ersten Mal in der Bundesliga. Damals war ich der jüngste Spieler in der Bundesliga, ich weiß nicht ob der Rekord heute noch steht,

weil damals durftest du eigentlich bevor du volljährig bist nicht in der Bundesliga spielen, weil das ein extrem physischer Sport ist. Die Rückschläge gingen dann aber eigentlich erst so richtig los.

Gunnar Schuster:

Okay, erzähl‘ mal ein bisschen über deine Rückschläge, was waren das für Rückschläge bei dir?

Christian Bischoff:

Ein Rückschlag außerhalb vom Profibasketball, der mich ganz stark geprägt hat, war der Selbstmord meines Vaters als ich 16 war.

Er war Unternehmer und vollkommen pleite, vollkommen am Ende und hat sich dann entschieden aus dem Leben zu gehen, weil er, so denke ich heute, in seinen Augen sein soziales Gesicht verloren hat, das Gesicht was er sich aufgebaut hatte.

Wir hatten überhaupt kein Geld, ich bin mit 16 schon zu Hause ausgezogen, weil ich Bundesliga gespielt habe, war dann Jugendnationalmannschaft, 2 Europameisterschaften gespielt, mit Dirk Nowitzki zusammengespielt,

mit 18 in die USA gegangen, wollte Profi werden und hab dann nach einem Jahr in den USA eine schwere Rückenverletzung gehabt, die mich gehindert hat weiterzuspielen.

Ich habe über Nacht aufgehört, bin zurück nach Deutschland, bin in ein tiefes Loch gefallen, weil mein Lebenssinn weggebrochen ist.

„Was sollst du jetzt machen?“,

„Wie soll es weitergehen?“,

bin innerhalb von drei Monaten vollkommen abgesackt in Deutschland, war jeden zweiten Abend feiern, betrunken, sonst irgendetwas. Habe alles nachgeholt was ich in den Jahren davor ausgelassen habe.

Nach 3 Monaten hat mich mein damaliger Bundesligatrainer zur Seite gezogen und mich gefragt

„Christian, was machst du jetzt anständiges aus deinem Leben?“.

Ich hatte keine Ahnung, ich konnte kein Basketballspieler mehr werden, für mich hat das Leben keinen Sinn mehr gehabt.

Er hat damals zu mir gesagt „Christian, mit diesem Rückschlag spricht das Leben liebevoll zu dir und sagt „Ich habe etwas Besseres mit dir vor““.

Dieser Satz hat mich enorm geprägt, weil ich mit 19 gelernt habe, dass es im Leben keine Rückschläge gibt, selbst wenn du gegen die Wand läufst und nicht weiter weißt heißt das einfach, dass es etwas Besseres im Leben für dich gibt, du hast deinen Weg und deine Bestimmung nicht gefunden.

Am nächsten Tag habe ich beschlossen Profi Basketballtrainer zu werden mit 19.

Alle haben zu mir gesagt „studiere, mach eine Ausbildung, mach etwas Anständiges“.

Meine Mutter hat mich sprichwörtlich enterbt als sie das gehört hat. In meinem Verein, in dem ich gespielt habe, hatte ich die Herrenmannschaft zu übernehmen, der jüngste meiner Spieler war 6 Jahre älter als ich.

Um dieses Szenario mal darzustellen: Ich war 19, der Cheftrainer der Mannschaft, der jüngste Spieler war 25. Es war ein Jahr und es gab eine Regel „my way or the high way“, also mach das was ich sage oder du bist hier draußen.

Ich habe gelernt mich durchzubeißen. Innerhalb von 6 Jahren hatte ich einen ganz steilen Aufstieg.

Mit 25 Jahren war ich jüngster Bundesliga Cheftrainer, damals in Bamberg.

Ich habe einen 2. Rekord: ich war mit 26 einer der jüngsten, der je gefeuert wurde, weil ich damals eines gelernt habe: Egal wie hart du arbeitest, ich habe Basketball getrunken, geschlafen, gegessen, gedacht, geträumt, alles 24h am Tag,

aber egal wie hart du arbeitest, es gibt eine Sache, die du nie beschleunigen kannst und das ist Erfahrung. Erfahrung kannst du nicht lernen, sondern Erfahrung musst du machen und mit 26 bist du einfach zu jung in deiner Erfahrung um eine Profimannschaft zu führen im Profisport.

Davon bin ich überzeugt und dann habe ich ganz schnell gemerkt, dass das nicht mein Geschäft ist, in dem Geschäft werde ich dauerhaft nicht glücklich also war die Frage was ich als nächstes machen.

Dann ging die Suche los. Ich war immer noch lange in Bamberg, auch im Basketball.

Ich habe immer geglaubt und immer gewusst, dass ich da raus will und irgendwann kam die Vision Redner zu werden,

denn auch im Basketball war ich als Trainer immer der Motivator. Gegen meine Teams hat man nie gerne gespielt.

Ich war nie so der große Taktiker, sondern der, der Spieler großmachen kann, sie zu Leistungen bringen kann die sie selber nicht glauben, wenn sie unten sind wieder aufbauen.

Dann habe ich mir gesagt, wenn das mit 12 Spielern in der Halle geht, dann muss das mit 100, mit 500, mit 1000 Menschen auch gehen. Ich hatte keine Ahnung wie man Redner wird.

Ich hatte 3 Vorträge, drei Veranstaltungen innerhalb von einem Monat, die ich angefangen habe, die dann abgebrochen wurden, weil sie voll in die Hose gingen.

Da wo die meisten aufgeben. Ich hatte keine Ahnung wie du Leute coachest, ich hatte keine Ahnung wie man Seminare aufbaut. Das was ich heute mache, große öffentliche Seminare für jedermann, war damals schon meine Vision und ich hatte keine Ahnung vom Unternehmertum weil ich in einer Angestelltenfamilie groß geworden bin.

Ich war immer der einzige Unternehmer in meiner Familie. Es war immer „Such dir einen Job, ein sicheres Gehalt, dann kommst du nach oben, also ich habe mir wirklich alles schon immer von Grund auf von „Null Komma Null“ aufgebaut.

Geld war auch nicht vorhanden aber das gute ist, das gilt nicht nur für mich, sondern für alle und auch für alle Podcast Hörer: Menschen, die hartes durchgemacht haben, haben eine ganz andere Tiefe, wenn sie das durchgemacht habe,

als ein Durchschnittsmensch und können damit auch mit einer ganz anderen, tieferen und besonderen Art und Weise Menschen helfen, weil sie wissen worum es geht.

Das Leben ist ein Erfahrungsweg, der zu einer seelischen Reifung führt. Da sind wir wieder bei diesem Begriff Erfahrung und wie wichtig Erfahrung ist um im Leben auf Dauer auch wirklich in der Tiefe etwas zu bewegen, was auch immer du beruflich machst.

Gunnar Schuster:   

Richtig cool was du erzählt hast und ich glaube auch von dem was du erzählt hast-. Z.B. dass du keine Ahnung vom Unternehmertum hattest, das schlägt ja auch den Bogen zu dem, das du jetzt machst zum Beispiel mit deinem Programm „Mach dein Ding.“

Da werden wir gleich noch drüber sprechen.

Ein paar Sachen die ich noch vorher ansprechen möchte:

Du hast mit 19 die Entscheidung getroffen, dass du Trainer werden willst. Mit 19 habe ich nicht so eine Denkweise gehabt und was denkst du woher das km, dass du so konsequent gesagt hast „ich mach das“ und das dann ach durchgezogen hast?

Christian Bischoff:   

Ich habe mit 14 Basketball angefangen, ich habe 3 Wochen gespielt, bin damals für die Bayern Auswahl gesichtet worden, war nach 3 Monaten in der Jugendnationalmannschaft zum Sichten, ich konnte noch gar nicht spielen aber die Leute haben mein Talent gesehen.

Mit Anfang 16 habe ich auf dem Dorf gewohnt, stand die Entscheidung

„Gehe ich in die Großstadt um Bundesliga zu spiele?“, ein Verein hat mir die Möglichkeit geboten.

Mein Vater hat damals sofort ja gesagt, meine Mutter um nichts auf der Welt, ich war glaube ich einen Monat 16 Jahre alt als diese Entscheidung anstand und ich habe damals gesagt

„Ich will das machen“.

Das war eine große Diskussion bei uns zu Hause, das war auch für meine Mutter ein sehr schwieriger Schritt, aber ich habe den durchgekriegt.

Das war für mich der Startschuss, dass ich wirklich bis heute sagen kann, was auch einer meiner top Claims ist

folge deinem Herzen“!

Hör auf deine Intuition, was die sagt.

Entscheidungen, die du aus dem Herzen triffst, ob du das Intuition, Bauch Gefühl oder deine innere Stimme nennst, wenn du diese Entscheidungen triffst und langfristig und konsequent durchziehst, sind sie für dich rückblickend immer der richtige Lebensweg, auch wenn er dann mit Eckpfeilern verläuft.

Ja ich habe es nicht geschafft Profi zu werden aber dann kam der Weg zum Profitrainer.

Ja ich habe es nicht geschafft, ich wollte dann auch nicht mehr, mich in diesem Geschäft als Profitrainer durchzusetzen.

Doch dann kam die nächste Sache.

Und heute rückblickend kann ich das Leuten natürlich auch glaubwürdig vermitteln, die in diese Richtung stoßen, weil ich mein ganzes Leben nichts Anderes gemacht habe.

Ich habe immer nur Dinge gemacht, wo mein Herz ja gesagt hat, wo ich mit voller Überzeugungskraft dahinterstehen konnte, selbst wenn ich keine Ahnung davon hatte wie die funktionieren, denn lernen ist doch heute, sind wir offen und ehrlich, im Internet Zeitalter, es war noch nie einfacher Dinge zu lernen.

Du lernst die Skills, frage dich wo deine innere Stimme ist, wo will ich hin, wo kannst du dein Ding machen, wo du voll aufgehst. Löse dich auch von den gesellschaftlichen Werten wie „Du brauchst Sicherheit“, Sicherheit gibt es nicht,

das ist etwas Subjektives wie „Du musst viel Geld verdienen“, das ist auch keine Lebensqualität, den Wandel haben wir auch gerade.

Mach die Dinge wo du am lebendigsten bist, wo du dich am besten fühlst, wo du jeden Morgen mit Energie und Leidenschaft aufstehst und wo du sagst, was ich auch immer mache, egal wer mir begegnet, ich blas ihn weg,

ich steck ihn an und ich infiziere den mit dem was ich mache, damit er meine Leidenschaft spürt und früher oder später wirst du genügend Leute finden, Kunden, Patienten, Mandanten, Klienten, Schüler, wie auch immer du das in deiner Branche nennst,

die von dem was du tust begeistert sind und sich von dem was du tust anstecken lassen.

Wir sind in unserer Gesellschaft an einem Punkt, an dem wir auch Inspiratoren brauchen. Meine Seminare sind nach außen Erfolgsseminare, Motivationsseminare aber am Ende geht es mir um eins: Menschen großzumachen.

Die vollkommen unterschätzte Erfolgsregel ist

Mach andere groß und du wirst selbst groß.

Mach andere groß und du wirst selbst groß, wenn ich da ein Beispiel geben darf:

Wir arbeiten ja meist andere klein, damit sie dir nicht gefährlich werden aber im Sport hast du ganz schnell gelernt „Ich gewinne keine Meisterschaften als Trainer, meine Spieler gewinnen Meisterschaften.

Mein einziger wirklicher Job war, dass ich meine Spieler zu Königen mache, wenn ich das schaffe machen die mich automatisch mit zum König.“, deswegen bin ich auch Erfolgstrainer geworden.

Gunnar Schuster:

Super. Das ist auch das Credo dieses Podcasts. Einfach zu zeigen, dass andere Menschen einen anderen Weg gegangen sind,

einen non-konformen Weg und ihrer Leidenschaft folgen und das ist genau das was ich mit dem Podcast erreichen will und es ist total genial, dass du das hier gerade ansprichst, das freut mich.

Was ich noch wissen wollte ist:

Ich weiß nicht ob du darüber sprechen willst, du hast gesagt dein Vater hat den Suizid gewählt.

Als du das erzählt hast, hat mich das sehr stark emotional mitgenommen und das andere ist:

Ich habe letztens das Buch „Outliers“ von Malcolm Gladwell, da ging es darum, dass außergewöhnliche Menschen, wie du beispielsweise, immer eine Extremsituation hatten.

Er hat verschiedene Beispiele genannt, unter anderem auch Leute mit Extremsituationen. Glaubst du, dass dich das in deinem Leben beeinflusst hat und in wie weit hat dich das beeinflusst?

Christian Bischoff:    

Diese drei Rückschläge sind komplett der rund warum ich da bin wo ich heute bin.

Rückschlag Nummer 1:

Mit 19 in Amerika die Basketball-Karriere und den Traum begraben zu müssen, weil es gesundheitlich nicht mehr ging.

Rückschlag Nummer 2,

auch wenn er zeitlich noch vorher war der Suizid meines Vaters, weil ich damals 2 Entscheidungen getroffen habe.

1.: Ich werde nie Schulden machen, denn Schulden zerstören Leben, das war die Geschichte, die ich daraus geschlossen habe und

2.: ich werde nie ein Geldproblem haben und ich wusste damals nicht wie ich das hinbekomme.

Ich hatte kein Geld als ich damals aus den USA zurückkam, du bekommst ja in den USA kein Geld, wenn du am College spielst, das war noch nicht, dass ich damit Geld verdient habe.

Die dritte Entscheidung war als ich mit 26 als Trainer das erste Mal gefeuert wurde.

Basketball ist definitiv nicht Fußball wo die ganze Nation darüber redet aber es war in unserer Stadt, in den Zeitungen, in der Gemeinschaft Basketball und ich dachte ich bekomme das hin, ich habe es nicht hinbekommen und in meinen Augen war das ein totaler Gesichtsverlust.

Ich habe damals Rotz und Wasser geheult nach meiner Entlassung, weil ich das damals natürlich auch nicht eingesehen habe.

In meinen Augen waren die Spieler blöd, die Fans haben es nicht akzeptiert und es waren alle anderen dran schuld.

Diese drei Rückschläge haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin, sodass ich die Einstellung habe

„Schmeiß mir entgegen was du willst, es macht mich nur stärker und es zeigt mir den nächsten Weg“

und selbst wenn die Wand mal so dick ist, dass es nicht weitergeht, zum Beispiel nicht Basketball spielen können,

heißt das einfach, das Leben hat etwas Besseres mit dir vor.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es in deinem Leben langfristig immer bergauf geht, wenn du dein Denken und die Erwartungshaltung daran ausrichtest, denn dein Leben ist die Geschichte die du aus dem erzählst, was bisher in deinem Leben passiert ist.

Gunnar Schuster:     

Richtig, sehr gut.

Du hast ja vorhin schon angesprochen, dass du sagst, dass man auf die Stimme des Herzens hören sollte und in unserer heutigen Welt ist es doch so, dass wir die ganze Zeit von irgendetwas zugemüllt werden, also Fernsehen, Nachrichten, usw.

Ich bin der Meinung, dass das unsere Stimme überdeckt.

Vielleicht hast du ein paar Tipps, wie man zu der inneren Stimme Kontakt aufnehmen, oder sie hören kann?

Christian Bischoff:  

Es geht mit den Worten los, die du sagst. Sag mir die Worte, die du sagst und ich weiß was in dir passiert.

Du sagst gerade

„Wir werden zugemüllt von Fernsehen, Werbung, etc.“, wenn ich dir da wiedersprechen darf:

Du wirst nicht zugemüllt, du lässt dich zumüllen.

Ich werde nicht zugemüllt von Fernsehen oder Werbung, weil ich dafür gar kein Auge, keinen Fokus habe.

Jemand hat mir mal gesagt „Scheiße, McDonalds Essen macht dick.“, da habe ich gesagt

„Stimmt nicht, McDonalds Essen macht nicht dick, das macht nur dick, wenn du es isst.“.

Damit geht alles los, wir werden nicht zugemüllt. Alles was du machen musst ist: Schalte diese Glotze ab, lass sie gar nicht ran, mach an deinen Briefkasten ein Schild „Kein Marketing“.

Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal so eine Broschüre angeschaut habe. Viel entscheidender ist:

Worauf lenkst du deinen Fokus.

Worauf lenkst du deinen Fokus.

Fokus ist alles.

Die wichtigste Disziplin im Leben ist Fokus und da kann ich deinen Leuten einen Tipp mitgeben, der magisch ist, der funktioniert,

wenn du an einem bestimmten Punkt bist:

nimm deine 3 wichtigsten Ziele, die du in deinem Leben hast, wo du hinwillst, das muss gar nichts beim Thema erreichen sein, sondern die Art wie du leben willst.

3 Dinge.

Morgens wenn du aufstehst ist das erste was du machst:

Diese drei Dinge auf Papier schreiben,

abends das letzte was du machst:

du schreibst diese Dinge auf Papier auf.

Dein Kopf wird anfangen darüber nachzudenken

Wie komme ich in diese Richtung, wie führe ich das Leben, wie komme ich in diesen Zustand?“,

was auch immer es dazu braucht und du fängst automatisch damit an dir die Zukunft zu kreieren, die du kreieren willst.

Es geht alles mit den Worten los. Was du schreibst sind die Worte, die in deinem Kopf sind. Lerne die Kunst des Fokussierens und du beherrschst ganz schnell dein Leben.

Gunnar Schuster:  

Das ist sehr cool, das habe ich schon von sehr vielen erfolgreichen Menschen gehört.

Für alle die zuhören, unbedingt machen, das ist eine sehr gute Aussage.

Du hast gesagt, dass man sich die 3 wichtigsten Ziele im Leben nehmen soll.

Hast du ein Beispiel dafür? Ich habe schon von einigen gehört, wie man Ziele formulieren sollte und das unterscheidet sich ja auch bei mehreren. Einige sagen, sie sollten spezifisch und messbar sein.

Andere sagen es sollen große Ziele sein, die Emotionen in uns auslösen.

Was ist deine Empfehlung?

Ich finde das sehr cool mit dem drei Mal morgens aufschreiben, drei Mal abends aufschreiben.

Vielleicht hast du noch ein Beispiel wie man das mit den Zielen macht, wie man das verbindet?

Christian Bischoff:  

Macht es nicht zu technisch.

Kapiere einfach wie dein Unterbewusstsein funktioniert.

Dein Unterbewusstsein verändert sich aus 2 Parametern.

Erstens:

Wenn eine Sache für dich eine absolute Wichtigkeit hat, es ist absolut wichtig für dich.

Und die zweite Sache ist,

dass du eine emotionale Verbindung damit hast.

Wenn du zum Beispiel sagst, dass du abnehmen willst, weil das alle in deinem Umfeld gesagt haben aber in Wirklichkeit willst du es gar nicht, dann kommt keine emotionale Verbindung zustande, dann wirst du dieses Ziel nicht erreichen.

Die Wichtigkeit muss da sein und die Gefühle müssen ausgelöst werden, womit wir wieder beim „Folge deinen Herzen sind.“.

Um das anders zu formulieren: Ich habe eine Grundeinstellung, mein Lieblingszitat, das auch mein Claim ist, das mein ganzes Denken steuert:

Du weißt nie wo dein Limit ist!

Die Leute fragen mich immer

„Christian, warum bist du immer so interessiert, warum pushst du immer?“,

ganz einfach:

Ich finde Erfolg und das Leben an sich genießen ist wie Atmen und der letzte Atemzug war wichtig aber der nächste Atemzug ist noch viel wichtiger.

Wenn du in deinem Kopf hast „ich will etwas hinterlassen bei dem was ich mache,

ich will mein Potential und meine Möglichkeiten ausschöpfen, ich bin unzufrieden, nicht unglücklich,

das ist ganz wichtig, sondern unzufrieden, wenn ich nicht besser, weiser, intelligenter werde.

Unzufriedenheit bedeutet nicht, dass etwas nicht stimmt, sondern, dass etwas sehr stimmt mit dir.

Nur eine Frage:

Willst du zufrieden sein mit der Liebe, die du deinem Partner, deinen Eltern, deinen verwandten gestern und heute gegeben hast oder sagst du „Da gibt es noch ein anderes Level, ich kann das noch besser.

Ich kann noch fokussierter Zeit mit meinen Kindern verbringen, ich kann meinen Partner/Partnerin noch mehr spüren lasse, dass sie die Person ist, um die es in meinem Leben geht, ich kann meinem Kunden noch mehr zeigen, dass ich absolut für das brenne, was ich tue.“.

Bei meiner Gesundheit: auch wenn ich schon 50 bin, ich habe vielleicht nicht mehr den Körper wie ein 20-Jähriger, aber trotzdem, wenn ich mit Leidenschaft jeden Tag 20, 30 Liegestütze mache bin ich fit, ich fühle mich fit und andere merken das. Ich habe eine andere energetische Ausstrahlung.

Du weißt nicht wo dein Limit ist und dieser Claim hat einen einzigen Sinn und daraus kommen deine Ziele und zwar zu dominieren und nicht andere Menschen zu dominieren, sondern bei all dem was du tust ein Vorbild zu sein, ein Vorbild für andere zu sein, sowohl von deinem Denken als auch von deinem handeln.

Dein Leben so zu leben wie du willst. Mit diesem „Du weißt nicht wo dein Limit ist“, wenn du damit anfängst und dir Ziele setzt, dann ist es vollkommen egal, wie das formuliert ist. Finde deinen eigenen Weg, lies auch nicht 1000 Bücher, wie du dein Leben leben sollst, lebe dein eigenes Leben.

Ich kann sagen:

ich formuliere sie in der Gegenwart, ich mache sie immer so prägnant wie möglich und ich mache immer ein Wort dahinter: JETZT.

Jetzt, nicht nächstes Jahr, nicht in 5 Jahren, nicht in 10 Jahren, sondern jetzt.

Ich gebe meinem Unterbewusstsein das Signal auch wenn es noch nicht Realität ist, in meinem Kopf ist es schon Realität, ich kann es fühlen ich kann es mir vorstellen, du siehst es nur noch nicht in der Welt.

Ich sehe es schon, aber auch du Gunnar Schuster wirst es früher oder später sehen, wenn du mich begleitest und ich bin jetzt bereit dafür und dann beschleunigst du unglaublich was in deinem Kopf abgeht und damit wie du ins Handeln kommst und die Ergebnisse die du erzeugst.

Gunnar Schuster:

Super, ich merke richtig die Energie, wenn du redest, wie die hier ankommt. Ich habe sogar ein bisschen Gänsehaut bekommen.

Christian Bischoff:

Ja damit geht es los. Energie ist das Entscheidende.

Leute fragen heute „Christian, warum bist du so erfolgreich?“,

ganz einfache Antwort:

„Weil ich mehr Energie habe als du.“

Energie ist alles im Leben und du kannst die besten Ideen haben aber wenn in deinem Körper keine Energie ist und wenn du mit Leuten arbeitest und du redest und man hört das in deiner Stimme.

Stimme ist Stimmung. Ich höre in deiner Stimme, ob du wirklich brennst für die Sache, ob du es wirklich ernst meinst, ob du wirklich anderen Menschen helfen willst.

Sind wir offen und ehrlich.

Du hast schon so viele Podcasts gemacht, wahrscheinlich schon über 100 Leute interviewt, du spürst innerlich auch, auch wenn jedes für dich ein Interview ist, ob derjenige der an der anderen Leitung ist, auch wenn du ihn noch nie gesehen hast,

ob der das wirklich ernst meint.

Ob der wirklich vom Unterbewusstsein dahintersteht oder ob das Phasen sind, die angelesen sind, die er irgendwo gelesen hat oder ob er ein Produkt verkaufen will oder ob er das was er macht trinkt, atmet. Stimme ist Stimmung.

Deine Stimme lügt nie.

Energie ist die Grundlage für Erfolg im Leben.

Wenn 2 Menschen das Gleiche machen, dann gewinnt am Ende immer der, der die meiste Energie hat.

2 Männer sind hinter einer Frau her, am Ende gewinnt der, der die bessere Ausstrahlung, der die bessere Energie hat.

2 verfolgen das gleiche Ziel, der der die bessere Energie hat, wenn die Strategie gleich ist, der gewinnt das. Im Sport ist es genauso.

Du hast es gestern Abend wieder bei Bayern München gegen Athletico Madrid gesehen. Im Profisport ist es das gleiche, in Bamberg beim Basketball auch:

Du konntest ein Team haben, das hast du am Anfang der Saison gesagt, dass die die Liga dominieren, wie Bayern München im Fußball. Aber die Saison ist so lang.

Am Ende ob du weiterkommst, ob du eine Meisterschaft gewinnst oder nicht, entscheidet sich in wenigen Sekunden, in ganz wenigen Schlüsselszenen.

Das ist im Basketball so, das ist im Fußball so.

Nimm Bayern München gegen Athletico Madrid, wenn Müller diesen Elfmeter reinschießt ist Bayern im Championsleague Finale.

Die Saison ist so lang, aber es kommt auf ganz wenige Momente zusammen.

Wann hast du in diesen Momenten Erfolg?

Das habe ich im Profisport gelernt:

Wenn die Spieler top Energie haben, absolut oben an der Leistungsfähigkeit, genau dann wenn es darauf ankommt und genau dann, wenn sie von der mentalen Einstellung vollkommen davon ausgehen

Der Erfolg kommt nur über uns.“.

Es sind diese zwei kleinen Faktoren.

Im Team kannst du dich da noch potenzieren und gegenseitig unterstützen. Wenn du alleine bist, hey, dein Erfolg wird nicht übers Jahr gesteuert, sondern es gibt wenige Schlüsselmomente.

Wenn du da top Leistung und Energie bringst, wird dein Erfolg gestartet, wird dein Erfolg nach oben beschleunigt. Bei mir war eins zum Beispiel mein Buch „Die Kunst dein Ding zu machen“.

Ich hatte einen Traumverlag „Randomhouse“.

Als ich das Buch vorgestellt habe, in dieser viertel Stunde, da kam es darauf an, die war so wichtig dafür, was dieses Buch bisher bewirkt hat, wie viele Menschen es erreicht hat, wie viele dadurch in meine Seminare gekommen sind, das war so ein Schlüsselelement.

Wenn du es schaffst diese Energie auf einer täglichen Basis zu kreieren und du kannst sie nicht kreieren, die kommt aus dir heraus, wenn du die Sache gefunden hast, für die du wirklich brennst, für die du dein Ding machst. Dann gibt es eine Regel: halte deine Energie nicht zurück.

Auch das lernst du im Profisport:

Dein Körper produziert nur die Energie nach, die du verbrauchst. Menschen sagen „Ich muss Energie sparen.“, nein, geh rein, mach die Sache, power deinen Körper aus.

Abends bist du erschöpft und dann schläfst du gut aber wann schläfst du gut? Wenn du weiß0t, dass du heute dein Bestes gegeben hast.

Gunnar Schuster:  

Krass. Ich muss kurz über Energie sprechen.

Jetzt weiß ich warum Dirk Kreuter, der auch im Interview war, von deinem CD-Set so geschwärmt hat.

Der hat erzählt, dass du da eine unglaubliche Energie an den Tag legst und dass es ihn weiter beflügelt und jetzt verstehe ich warum. Von dem was du erzählst, von dem wie du das rüberbringst, sehr genial.

Mit der Energie.

Du hast gesagt, dass die Energie aus uns herauskommt.

Hast du da ein paar Tipps?

Nicht so etwas wie Ernährung oder Sport machen, sondern vielleicht hast du ein paar mentale Tricks oder Tipps, die die Zuhörer nutzen können, um ihr Energielevel nach oben zu ziehen oder weiter zu steigern und das auch über einen längeren Zeitraum?

Christian Bischoff:  

Erstens haben wir schon gesagt:

Das mit den Zielen.

Finde deine drei wirklichen Ziele, schreibe die jeden Tag 2-mal auf, weil automatisch beschäftigt sich dein Kopf damit wo du hin willst, wo du hinkommen möchtest und das gibt dir Energie, weil du an deinem Traumleben dran bist.

Die zweite Sache:

mache jeden Tag so viele Dinge wie möglich, die dir Spaß machen, die dich erfüllen.

Wenn du zum Beispiel Familienvater oder-mutter bist und ein großes Berufliches Ziel hast, kannst du trotzdem Zeit mit deinem Partner oder deinen Kindern verbringen.

Bringe diese „Entweder-Oder Glaubenssätze“ aus deinem Kopf.

Also entweder kann ich jetzt erfolgreicher Unternehmer werden oder ich habe Zeit für meine Kinder oder ich habe Zeit für meine Frau oder meinen Mann oder ich habe noch Zeit genug für meinen Körper, für meine Gesundheit.

Finde einen Weg wie du das machst, dass all die Dinge in denen du nicht gut bist, die dir Zeit rauben, die du nicht so gern machst wie, sind wir offen und ehrlich: ich bin nicht so gut drin Spülmaschine auszuräumen, Wäsche zu waschen und aufzuhängen.

Finde jemanden der das macht, das muss nicht dein Partner/deine Frau sein, wenn die es auch nicht machen will, dann stell jemanden ein, der das macht, sodass du Zeit verbringst mit energiespendenden Dingen.

90% der Zeit, des Tages, verbringe ich mit Dingen, die ich wirklich will. Wenn dein Wille da ist, wenn du dahinter bist, dann kommt die Energie von selbst.

Was in meinen Augen wichtig ist, ist Ernährung aber sind wir offen und ehrlich, das ist eine Religion geworden, die Ausmaße angenommen, hat bei denen du nur mit dem Kopf schütteln kannst wie

„Ich muss mich vegan ernähren sonst stimmt irgendetwas nicht“ und ich sage immer

„Leute, in welchem Gedanken Gefängnis seid ihr eigentlich?“

Wenn ihr mal ein Schnitzel essen möchtet, dann esst es und genießt es und dann wird sich unser Körper auch das da heraus holen was er benötigt.

Ich genieße das jetzt, weil das auch Lebensqualität ist.

Wenn du sagst „ich darf das und das und das nicht“ und bei jeder Mahlzeit machst du in deinem Essen rum und fragst dich ob du etwas essen darfst oder nicht.

Was machst du da?

Du hast scheiße im Kopf, bist krank.

Nimm auch mal die drittel Schokolade und genieße sie. Jeder weiß, dass Schokolade schlecht ist aber kastriere dich doch nicht so.

Absolutismen sind ein absoluter Killer im Leben, weil sie die Lebensfreude herausnehmen, das ist auch ein ganz wichtiger Energiepunkt.

Gunnar Schuster:

Um nochmal kurz zurück zu gehen. Du sagtest, du hattest keine Ahnung von Unternehmertum, hast es dir selbst beigebracht und bist dann dazu gekommen, dass du dein eigenes Ding gemacht hast und in Seminarbusiness eingestiegen bist.

Vielleicht kannst du da nochmal einsteigen und ein bisschen was erzählen, sodass wir dann zum heutigen Zeitpunkt kommen?

Christian Bischoff:

Ich habe irgendwann gewusst, dass ich aus dem Profibasketball will, die Frage war nur wie. Dann habe ich auch wieder rein meinem Herzen gefolgt.

Ich habe gesagt „Ich bin Redner, heute, Punkt. Ich bin jetzt Redner.“, weil dein „Ich bin“ wird deine Wahrheit, das hat einen unglaublichen Einfluss auf dein Unterbewusstsein.

Auch hier habe ich komplett anders angefangen als alle anderen. Ich habe die größte Schultour an deutschen Schulen aufgebaut. Eine Motivationstour an deutschen Schulen namens „Der positive Unterschied“.

Warum?

Ich habe mich gefragt mit wem ich schon immer zu tun habe.

Ich war ein junger Mann, Ende 20 und ich hatte immer mit Jugendlichen zu tun, selbst als ich in der 1. Bundesliga Cheftrainer/Assistenztrainer war, ich hatte immer eine Jugendmannschaft.

Ich habe gewusst wie die ticken, ich habe gewusst was die beschäftigt mit 12 mit 15 mit 17 ich habe gewusst wie die sprechen. Zusätzlich habe ich mit Mitte 20 gemerkt, dass ich in der Schule 13 Jahre, jetzt etwas überspitzt gesprochen, so viel Blödsinn gelernt habe, das ich im Leben nicht mehr brauche.

Ich habe nicht gelernt, wie man eine Versicherung abschließt, wie man Mietverträge abschließt, wie man zu Geld kommt, wie man eine Beziehung führt. Das ganze Leben war für mich ein Schleier.

Heute weiß ich, dass es ungerechtfertigt war, ich hatte eine Zeit lang eine Wut auf unser Schulsystem nach dem Motto „Du kriegst Dinge beigebracht, die dir fürs Leben nicht weiterhelfen“.

Das war natürlich eine schwarz-weiß-Sicht, aber die hat mir geholfen die Einstellung zu entwickeln:

So ich entwickle einen Vortrag, bei dem ich Jugendlichen in 90 Minuten sage, was wirklich wichtig fürs Leben ist.“.

Das war für mich ein Motivationstraining für Jugendliche.

Daran habe 24h am Tag, 7 Tage die Woche gearbeitet, bis das läuft. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: das war eine Menge Arbeit, eine Menge Energie.

Alle haben mit dem Kopf geschüttelt „wie kannst du das machen?“, weil ich im Basketball gekündigt habe, abgebrochen, bin aufs Arbeitsamt gegangen, habe selbständige Unterstützung beantragt, damit ich auch keine Option hatte ins Basketball zurückzugehen,

dass das ein Erfolg werden musste und ich habe wirklich 2 Jahre durchgearbeitet non-stop und dann kam der Punkt an dem das richtig ins Laufen kam, weil, wie das immer ist, wenn du deinem Herzen folgst, ich in eine Marktnische reingestoßen habe, wo es kein Angebot gab.

Schulen haben geglaubt Jugendliche seien nicht mehr motiviert, weil die nur im Klassenzimmer rumhängen.

Dass das nur eine Symptomaussage ist, wissen wir auch, das liegt nicht an den Jugendlichen, sondern an der Art und Weise wie in unserem Schulsystem unterrichtet wird, wobei ich sagen muss, dass es eine Menge richtig coole Schulen gibt.

Aber auf einmal kam ein Sog in dieses Angebot rein, sodass ich 2009-2011 jedes Jahr über 300 Veranstaltungen hatte und damit habe ich im Zeitraffer gelernt wo die meisten Trainer, Redner mich noch nicht einmal wahrgenommen haben oder nur gesagt haben „Ach das ist doch der, der das Stirnband aufhat.“.

Dadurch habe ich unglaublich viele Kontakte getroffen und eines gelernt: Erwachsene kriegst du am schnellsten, wenn du ihren Kindern hilfst. Wenn ein Kind begeistert nach Hause komm und sagt

„ich habe heut einen Mann mit Stirnband kennengelernt Papa, das war so cool, den musst du dir anhören.“.

Auf einmal kamen die in die Vorträge und in die Seminare.

Mein Ziel war immer große Seminare für Erwachsene zu machen, wo ich heute zum Glück sein darf, aber es ging alles mit der Schultour los und auch wieder mit dem Satz „folge deinem Herzen“.

Etwas zu machen, das damals im Motivationsbereich keiner gemacht hat, das gab es damals 2007 nicht.

Es gab einen Gedächtnistrainer, der das gemacht hat und ich bin da einfach reingesprungen, habe versucht herauszufinden wie das funktioniert.

Gunnar Schuster:  

Sehr cool.

Wie ging es danach weiter, du hast diese Schultour gemacht, die Aufmerksamkeit generiert und bist dann dazu gekommen was du jetzt machst.

Welche Programme hast du genau?

Viele werden denken „Coole Sache, cool was du da machst aber wie kann ich mit dir zusammenarbeiten?“.

Was kann derjenige machen, der mehr von dir erfahren möchte?

Christian Bischoff:   

Die Schultour mache ich immer noch, wenn Schulen das wollen.

Wir haben diesen Oktober eine Veranstaltung in der Hans-Martin-Schleier-Halle in Stuttgart mit 15.000 Jugendlichen.

Ich bin mittlerweile fokussiert auf Erwachsene.

Da mache ich Seminare, das größte heißt „Die Kunst dein Ding zu machen“.

Ein 2-Tages-Seminar, wo es genau darum geht „Wie machst du dein Ding im Leben“ und das ist der vordergründige Punkt.

Am Ende geht es darum den Lebenssinn zu definieren, Selbstwert aufzubauen und so eine innere Stärke zu entwickeln, dass du nicht mehr nach rechts und links schaust, sondern diese innere Sicherheit hast und einfach sagst „Boom ich mache das“.

Das ist ein Seminar da haben wir regelmäßig über 1000 Teilnehmer.

Das nächste ist im Juni in Bielefeld und da kann jeder kommen, da können die Leute mich 2 Tage kennenlernen und dann entscheiden ob sie weiter mit mir arbeiten wollen.

Ich mache alles über Seminare und ich sage dir warum: kein Online Produkt kann den Lerneffekt einer Liveveranstaltung ersetzen. Kein Buch, kein Hörbuch, kein Podcast.

Das sind alles richtig hilfreiche Tools, aber sie sind Unterstützer.

Wenn du live lernst und die Emotionen voll involviert sind, und das ist mein Ziel, Menschen zu motivieren und zu helfen,

wir machen Coachings wo 1000 Leute zugucken und keiner weiß wie es ausgeht, da haben Leute schon richtige Durchbrüche gemacht und das prägt dich fürs Leben, wenn da Leute sind, die wie du sind, die auch mehr wollen.

Danach sagst du „Okay, jetzt höre ich noch die CD-Box, jetzt lese ich noch das Buch, aber am Ende ist es diese Live Atmosphäre, die dir diesen kick nach oben gibt.

Es geht ja gar nicht darum, dass du diese Emotionen wieder in deinem Alltag hältst, sondern wenn du 20% davon hältst, dann bist du allen anderen in Sachen Energie und Entschlossenheit überlegen und dann „Zack“,

bist du auf einem anderen Level und das ist immer noch die schnellste und effektivste Art zu lernen.

Gunnar Schuster:  

Das stimmt, das kann ich so unterschreiben.

Du hast ja am Anfang Live-Seminare gegeben und die sind nicht so gelaufen wie du sie dir vorgestellt hast oder?

Christian Bischoff:

Nein das war mit Vorträgen, als ich angefangen habe. „Die Kunst dein Ding zu machen“ haben wir auch mal mit 70 Leuten angefangen aber so richtig heftig war es am Anfang als ich als Redner angefangen habe und gesagt habe „

So ich bin jetzt Schulredner“,

da hatte ich eine Schulveranstaltung mit 300 Jugendlichen, die nach 25 Minuten abgebrochen wurde, w

eil die mir nicht zugehört haben und gegangen sind. Jugendliche sind das härteste Publikum, das du haben kannst.

Reden vor Erwachsenen ist einfach aber versuch mal 300 Jugendliche zu motivieren um 14 Uhr am Nachmittag in einer Turnhalle, die auf Stühlen sitzen, draußen sind es 40 Grad und die hatten 6 Stunden Unterricht.

Da lernst du ganz schnell reden oder du merkst du kannst es nicht. Erwachsene bleiben im Zweifelsfall immer höflich sitzen.

Ich hatte eine Lehrerfortbildung, die ich nach einer viertel Stunde abgebrochen habe, weil die mir nicht zugehört haben und ich hatte eine ganz peinliche Veranstaltung in Frankfurt die hieß „Top Launch“, da war ich auch ganz am Anfang.

Da waren die 200 erfolgreichsten Unternehmer aus Frankfurt zusammengekommen und der Veranstalter war extrem unzufrieden, dass die nur noch gesoffen und gegessen haben und wollte da wieder etwas Kultur reinbringen und ich sollte die Leute motivieren.

Ich hatte damals eine Regel „Nimm alles an“ und habe damals natürlich ja gesagt.

Ich war damals komplett zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich sollte 15 Minuten reden und nach 9 Minuten bin ich gegangen und habe gesagt „Feiert schön“.

In solchen Momenten gibst du entweder auf und am Anfang nagt das ohne Ende am Selbstvertrauen und hätte ich keine Hilfe gehabt, hätte ich aufgegeben.

Entweder du gibst auf oder du machst weiter und irgendwann erschüttert dich nichts mehr. Heute in „Der Kunst dein Ding zu machen“ in den ersten 10 Minuten sage ich folgenden Satz:

Leute ihr seid 2 Tage hier, ihr seid hier um mich kennenzulernen, wenn es euch nicht gefällt dann: aufstehen, rausgehen, heimfahren.

Aber ich lasse nicht zu, dass du denen die Stimmung versaust die lernen wollen, die besser werden wollen, wenn das nichts für dich ist: Aufstehen, rausgehen, heimfahren.

Das ist eine Sache, die jeder übertragen kann auf sein Business.

Sprich die Kunden an und wenn sie nicht wollen, wenn sie dein Podcast nicht anhören wollen, dann ausschalten, Kopfhörer absetzen, was Anderes machen, ganz einfach.

Du musst die Einstellung ablegen 1. Überall beliebt zu sein.

Polarisiere lieber etwas, dann kriegst du auch Fans und hast nicht mehr nur Kunden und 2. Es allen recht machen zu wollen.

Wenn du hinter etwas stehst, dann zieh das durch und lass die, die auf der gleichen Wellenlänge schwimmen spüren, dass du es ernst meinst. Dann hast du Leute, auf die du dich verlassen kannst.

Gunnar Schuster:  

Ich will nochmal auf dieses CD-Set zurückkommen, gerade als du es gesgat hast.

Christian Bischoff:

Das ist kein CD Set, bitte nicht beleidigen, das ist ein Lebenswerk.

Schön dass du es ansprichst aber dieses Ding waren 10 Jahre Arbeit.

Gunnar Schuster:   

Dann lass uns über dein Lebenswerk sprechen.

Worum geht es da und was ist sein Geheimnis?

Christian Bischoff:

Wenn du irgendwo anfängst ist die beste Frage, die du dir stellen kannst

„Was kann ich anbieten, was es im Markt noch nicht gibt“.

Das habe ich mir bei der Schultour gestellt, die gab es noch nicht.

Wenn du jetzt in die Motivationsbranche gehst, gibt es ungefähr 10.000 Leute allein in Deutschland, die sich Motivationscoach, Lifecoach oder Persönlichkeitstrainer nennen.

Ich habe mich gefragt „Was gibt es auf der ganzen Welt noch nicht?“.

Es gibt kein System dahinter. Motivation wird nicht messbar.

Die Leute werden nirgendwo auf der Welt Schritt für Schritt durch einen Prozess geführt.

Struktur war schon immer mein Ding und ich habe ein Konzept entwickelt. Wen es interessiert:

Das ist „Die Pyramide Lebenswerk“, die 6 Ebenen beschriebt, auf denen sich unser Leben Tag für Tag abspielt und die 22 Faktoren, die du wirklich selbstbestimmt gestalten kannst, beeinflussen kannst, um deine Zukunft zu gestalten.

Wir können nicht alles beeinflussen, das Leben ist häufig etwas, das einfach passiert, aber diese 22 Bausteine, die kannst du beeinflussen und meine Seminare drehen sich um diese 22 Bausteine.

Ein Seminar ist ein Intensiv-Trainingslager.

Genauso wie Bayern München 2 Mal im Jahr zum Trainingslager fährt und da intensive Fortschritte als Team macht,

weil sie keine Ablenkung haben, zusammen sind, 24h am Tag sich sehen, intensiv trainieren können und du brauchst auch ein intensives Training für zu Hause.

Wenn Bayern München zurück an die Säbener Straße fährt, werden die trotz Trainingslager jeden Tag 2 Mal trainieren, außer wenn die ein Spiel haben.

Genauso ist es, wenn du zu einem Seminar kommst, du brauchst ein tägliches Training zu Hause und das ist diese „Meisterwerk Leben Erfolgsbox“.

Es ist ein 22 teiliges CD-Set.

Ein komplettes Audioprogramm zu jedem Baustein dieser Pyramide.

Wenn du dir das Ding anhörst, es ist ein Trainingslager, aber viele Hörer haben auch gesagt, dass es viel mehr ist.

Es ist ein lebenslanger Begleiter, weil dich verschiedene Themen zu verschiedenen Lebensphasen ansprechen, andere weniger und du nimmst diese Box wie ein Menü und fragst dich „Welches Thema interessiert mich jetzt am meisten“ und du hörst dir das Ding wieder und wieder an bis du es verinnerlicht hast.

Im Auto, beim Joggen, wenn du zu Hause bist.

Vera Birkenbihl hat ja glaube ich gesagt, dass du ein Hörbuch 10-mal hören musst, bevor du es wirklich verinnerlicht hast.

Deshalb auch Lebenswerk nicht um damit anzugeben, ich hoffe auch, dass noch etwas Größeres von mir kommt, aber da ist das drin was ich in den letzten 20 Jahren gelernt habe und das will ich den Leuten mitgeben.

Das ist auch eine wichtige Sache: Du musst immer die Erwartungen deiner Kunden übertreffen.

In Dingen sollte immer mehr Mehrwert drin sein als du versprichst. Versprich eine Menge und dann übertriff die Erwartungen deiner Kunden und du bist nicht mehr aufzuhalten.

Gunnar Schuster:

Super. Alle Sachen, die du bisher genannt hast, werden in den Shownotes verlinkt sein.

Jeder der sich dafür interessiert, entweder für die CD-Box, „Pyramide Leben“ oder die Seminare, einfach mal in die Shownotes gehen.

Die findet ihr auf http://gunnarschuster.com/christian-bischoff/ da findet ihr nochmal den Link zum Interview und da findet ihr auch die ganzen Sachen noch.

Christian Bischoff:

Was hältst du davon, wenn wir für deine Hörer ein Sonderangebot machen sowohl zu Box als auch zum Seminar. Seminar 99€ wer mich kennenlernen will, da dabei sein will, die Atmosphäre sehen will, richtig Energie tanken will.