Tom Oberbichler: Was du für einen Amazon Bestseller brauchst

Tom Oberbichler: Was du für einen Amazon Bestseller brauchst

odHeute haben wir dem Tom Oberbichler im Gespräch und Tom ist Bestsellerautor, Buchmentor und Lektor. Er schreibt leidenschaftlich gern und unterstützt Unternehmer dabei ihr Buch zu schreiben und als eBook bzw. Taschenbuch zu veröffentlichen und zu vermarkten. Und ursprünglich wollte Tom aber ein ganz anderes Business starten. Warum das nicht langfristige war, wie er Buchmenter geworden ist und welche Strategien und Tipps Tom für dich hat, wenn du ein Buch veröffentlichen und in deinem Marketingkanal einsetzen willst, erfährst du gleich.

Tom Oberbichler

Inhalte des Interviews mit Tom Oberbichler

  • Warum Facebook ein wichtiger Teil seines Marketings war und ist und was du daraus lernen kannst
  • Welche Erfahrungen Tom Oberbichler beim Veröffentlichen seines eigenen Buches gemacht hat
  • Wie Tom zum Buchmarketing gekommen ist und was sein erstes Buch war, das er veröffentlicht hat
  • Was Tom alles gemacht hat bevor er zu seiner Leidenschaft gefunden hatte
  • Warum er obwohl er seine Zielgruppe nicht kannte losgelegt hat
  • Was sich verändert, als er seine Zielgruppe identifiziert hat
  • Welche Tipps Tom Oberbichler zur Positionierung hat und wie du damit umgehst, wenn du viele Ideen hast.
  • Wo du deine Zielgruppe findest und was 90% der Menschen, die im Online Marketing starten wollen falsch machen
  • Welche Strategie Tom Oberbichler beim Netzwerken verfolgt
  • Du erfährst, warum Books on Demand für dein Buchranking schlecht sein kann und was du stattdessen tun kannst
  • Wir sprechen über konkrete Strategien, die du bei der Buchveröffentlichung beachten solltest
  • Welche Verkaufsstrategien du nutzen kannst, um dein Buchrankung zu pushen
  • Wir sprechen darüber wie das mit dem Ranking funktioniert
  • Du erhältst konkrete Strategien von Tom Oberbichler, die du nutzen kannst, um dein Buchranking zu beeinflussen
  • Warum man sich nicht gegenseitig Rezensionen schreiben sollte
  • 5 wichtige Tipps zum Buchmarketing

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Podcast, Unlearning Podcast, Gunnar Schuster

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  • http://be-wonderful.at

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Transkript zum Interview mit Tom Oberbichler

Thema: Tom Oberbichler | Was du für einen Amazon Bestseller brauchst

Gunnar Schuster:

Wie bist du dazu gekommen das zu tun was du jetzt machst?

Tom Oberbichler:

Ich kann es lang und ich kann es kurz erzählen.

Lesen und Bücher haben mich seit ich mich erinnern kann interessiert. Das Lesen war das erste und vom Bücher schreiben habe ich auch schon früh geträumt, wobei ich dabei eher an Abenteuergeschichten gedacht habe.

Zu den Büchern:

ich bin voll unabsichtlich dazu gekommen.

Ich habe 2011 mein Unternehmen „Be Wonderful“ gegründet und damals mit dem Ziel mit meiner Frau ein NLP Trainingsinstitut in Wien aufzubauen und damit dann nach Florida umzusiedeln, das war der Plan. Das hat leider überhaupt nicht funktioniert.

Ich hatte ein bisschen Spaß aber es war kein wirtschaftlich erfolgreiches Modell.

In diesem Rahmen war aber einer der ersten Schritte, dass ich einen Blog angefangen hab, auf dem ich über ein halbes Jahr konsequent wöchentlich einen Artikel veröffentlicht habe,

das habe ich im Februar begonnen und dann habe ich mir im Sommer gedacht „Tom, irgendwie hast du jetzt ein Buch zusammen“.

Ich habe das so wie es viele machen eine PDF daraus gemacht mit dem Ziel Leute in meinen E-Mail Verteiler zu bekommen, Kontakte aufzubauen, hab es verschenkt.

In genau der Zeit war es so, dass Amazon dieses ADP (Amazon Kindle Direct Publishing) Programm aufgemacht hat und da ich viel Zeit auf Facebook verbringe,

das ist immer ein wichtiger Teil meines Marketings gewesen, da Beziehungs-Marketing zu machen, bin ich in einer Gruppe gelandet wo sich adere Self Publishing Autoren ausgetauscht haben und habe mitgekriegt, dass die Jungs damit Geld verdienen.

Ich war voll in den Glaubenssätzen „Schreiben ist eine brotlose Kunst, du brauchst einen Agenten, du musst einen Verlag finden“ und wenn du es endlich hast, dann bekommst du 50cent pro Buch und auf einmal höre ich Geschichten wie „70% von den Nettoerlösen“.

Ich habe das, was ich schon hatte dann komplett überarbeitet, umgestellt, ergänzt, Zusatzartikel geschrieben und der Titel war dann „Be Wonderful“.

Es waren Geschichten, wie ich mein NLP aufgearbeitet habe Woche für Woche. Das hat mir selbst sehr gut getan. Ich habe das auf Amazon hochgeladen und in dem Moment in dem ich auf „veröffentlichen“ gedrückt habe war ich Glücklich „Yes mein Buch“.

Als die Leute das gekauft haben war ich erstaunt, damit habe ich gar nicht mit gerechnet. Da habe ich die ersten Gehversuche gemacht, hatte eine Community in der ich unterwegs war, damals eine NLP Community und die haben mich unterstützt,

weil sie mich gekannt haben und das Thema interessant fanden.

Dann saß ich da als Unternehmer im Dienstleistungsbereich im Aufbau, der sich mit der Akquise total geplagt hat, es ist mir sowohl für Coaching als auch für Training nicht leichtgefallen und über mein Buch zu reden,

das wirst du noch erleben, da höre ich nicht von selbst auf zu reden, weil es mir so viel Spaß macht. Es gibt eine Regel: Wenn du ein Business oder ein Produkt hast, dann musst du jeden Tag drei Menschen davon erzählen, die es noch nicht kennen.

Ich dachte mir „Okay, machen wir nicht 3 am Tag, machen wir 3 pro Woche“.

Mit dem Buch war alles ganz anders, auf einmal kam die erste Überweisung, damals waren das 200€/300€ und das hörte nicht auf. Monat für Monat, ich habe in meinem ganzen Leben Dienstleistung gemacht, das heißt ich mache Akquise,

ich mache eine Leistung und dann stehe ich wieder dort wo ich vorher war und darf es wieder verkaufen und so weiter. Ich bin ein Mensch, der nicht zögert,

wenn eine Gelegenheit kommt und das war ganz offensichtlich, das hat funktioniert.

Ich habe das erste Buch eigentlich so für mich geschrieben und ich fragte mich wer die Leute sind, die das gekauft haben und was wird sie als nächstes interessieren.

Im NLP, in einem Workshop Seminar, habe ich nach dem Bereich geschaut wo die meisten dasitzen und es nicht begreifen und das waren in diesem Fall die Metaprogramme.

Also habe ich ein Buch geschrieben und die Erklärungen,

die es gibt sind alle Schubladen Dinge, die sagen dass der eine Mensch so ist, der andere so ist und Metaprogramme sind die Art und Weise wie du selbst Informationen und die Wirklichkeit verarbeitest.

Diese kann man einfach erklären und die sind veränderbar und darüber habe ich ein kurzes Buch geschrieben.

Gunnar Schuster:

Kannst du kurz ein Beispiel geben, weil einige Zuhörer bestimmt nicht wissen was Metaprogramme sind?

Tom Oberbichler:

Im Business-Context zum Beispiel gibt es Leute, die stark „People“ orientiert sind und Leute, die stark „Task“ orientiert sind.

Alle, die „People“ orientiert sind, sind gut darin Beziehungen zu Menschen aufzubauen und die bewerten den Erfolg von dem was sie tun auch über das was sie mit den Beziehungen machen, die sie haben. „Task“ orientierte Menschen sind stark Ergebnisorientiert.

Wenn ich ein Buch für einen Task orientierten Menschen nehme, dann geht es ihm darum wie viele Leute das Buch erreicht haben, wie viele es gekauft haben,

wie viele in meine Kontaktliste gekommen sind und was habe ich damit bewegt, welche Intervieweinladungen sind dadurch gekommen.

People orientierte Leute sitzen dort, kriegen die erste begeisterte E-Mail und „Wow, das ist es“ oder proaktiv, reaktiv:

Wartest du darauf, dass andere auf dich zugehen oder bist du derjenige der sagte

„Hey ich habe gesehen, dass der Gunnar gute Podcasts macht und dann schriebe ich ihm mal“, der reaktive sitzt da und wartet bis du ihm schriebst.

Gunnar Schuster:

Du hast ja irgendwann mit NLP angefangen und gesagt, dass du NLP Coach werden willst. Vielleicht können wir vorher anfangen,

was war bevor du NLP Coach geworden bist und welche Probleme du da vielleicht hattest, warst du Angestellt?

Tom Oberbichler:

Ich bin jetzt im 4. Jahr als Buchmentor unterwegs und das ist ein Rekord.

Meine durchschnittliche Verweildauer in Jobs waren ca. 2 Jahre und ich bin jetzt 50. Bei mir war es immer ein Mix.

Ich habe viel als Angestellter gearbeitet, war im Vertrieb, habe Kinderspielzeug verkauft und Schmuck auch viel auf Märkten, auf er Straße,

ich habe auch als Selbständiger im Übersetzungsbüro gearbeitet, war Wanderführer auf den Kanaren, habe Kletterkurse gemacht und so weiter.

Ich mache jetzt im Prinzip Internet Marketing aber mein Weg dahin ist, dass mich Geld nie interessiert hat und zwar bis zu dem Ausmaß, dass ich nicht viel Geld haben wollte,

weil ich das als unmoralisch empfunden habe und als Ursache für viel Elend auf dieser Welt.

Ich habe also immer versucht schwerpunktmäßig einen Beitrag zu leisten diese Welt zu einem besseren Platz zu machen.

Meine Energie ist in sozialpolitische Projekte gegangen und nichts ins Geld verdienen. Das habe ich lange gemacht, gute 20 Jahre war das mein Hauptfokus und dabei habe ich Erfolge gehabt und auch viele Misserfolge.

Das was ich haben wollte, diese bessere Welt, die sehe ich immer noch nicht.

Wenn ich mich heute umschaue sehe ich in einigen Bereichen tolle Entwicklungen aber dermaßen viel Elend und Horror, also die Arbeit ist nicht zu Ende.

Ich habe mich gefragt warum diese einzelnen Projekte nicht noch mehr Erfolge hatten, weil sie ja so richtig waren.

Die Sache war die richtige Seite nur ich habe damals viel Anderen erklärt was sie machen sollen und kam dann zu dem Punkt, dass ich gesagt habe, dass es nicht mehr funktioniert und ich kam nicht mehr weiter.

Dann habe ich begonnen mich mehr darauf zu Fokussieren in mich selbst hineinzuschauen, ins eigene Verhalten, habe mich mit Kommunikation beschäftigt und damit wie Menschen Entscheidungen treffen.

Gunnar Schuster:

Gab es dafür einen Auslöser?

Ich habe selbst vor ein paar Jahren damit begonnen mich mit NLP zu beschäftigen und ich finde es ist immer noch eines der wichtigsten Tools um sich selbst kennenzulernen und die Kommunikation mit sich selbst glattzuziehen und deswegen würde es mich interessieren, wie es bei dir war?

Bei mir war es ein spezieller Punkt, wie mein Gehirn funktioniert und wie ich es ändern kann.

Wie war es bei dir?

Tom Oberbichler:

Es war schon ein fließender Prozess, der sich über Jahre erstreckt hat. Ich habe mich schon immer viel mit Philosophie beschäftigt, mit materialistischer Philosophie, mit Dialektik,

mit dieser Art zu denken wo es drum geht die Widersprüche, die unsere Welt ausmachen, anzunehmen und konstruktiv damit zu arbeite.

Da habe ich schon immer meine Vorbereitung gehabt, ich habe einen bestimmen Moment gehabt, wo ich von Friedrich Engels den „Anti Dühring“ gelesen habe und habe begriffen was die allgemeine

Beschreibung mit mir selbst als Person zu tun hat, das war schon ein Schlüsselerlebnis. NLP war damals in den 90er Jahren in Österreich ziemlich negativ besetzt, weil eher die Rechte Politik damit verkoppelt war.

Auf der anderen Seite hat es auch sehr mächtig geklungen. Ich bin immer wieder zu Infoabenden gegangen und habe mir die Leute angeschaut und dachte mir „Was für Idioten, das mache ich nicht“.

Dann bin ich einmal zum Infoabend gegangen und habe die Claudia Petermann kennengelernt, das war meine erste NLP Trainerin, die eine herzensgute Frau war, sehr lieb, lebensbejahend und froh und da sagte ich „Chris, bei der können wir es machen“.

Dann haben wir ihren Kurs gemacht, ich habe Richard Bandler per Audioprogramm kennengelernt und wusste, dass es in Wien ein netter Anfang war, ich aber an die Quelle will. Ich habe über ein paar Jahre hinweg sehr viel da hinein investiert.

Gunnar Schuster:

Bei mir war es so, dass ich direkt im Ausland angefangen habe.

Ich bin direkt zu Bandler gegangen und zu Ted James, das war einer der ersten Schüler von Richard Bandler, war auch bei Tony Robbins und das war bewusstseinsverändernd, lebensverändernd auf jeden Fall.

Das war der Start, dass du dich mit NKLP beschäftigt hast, wolltest ich dann ls NLP Coach selbständig machen oder wie war das dann?

Tom Oberbichler:

2010, 2011 war ich dann selbständig, vorher habe ich noch eine Zeit lang als selbständiger Trainer gearbeitet und danach habe ich einen Neustart gemacht.

Der Job war zu Ende und 6 Wochen später habe ich die Firma ohne staatliche Förderprogramme gegründet.

Gunnar Schuster:

Dann bist du zu Büchern gekommen?

Tom Oberbichler:

Genau, das war logisch, dass das mit meinem eigenen Buch mit mir passiert durch meine Neugierde und das Schauen nach Möglichkeiten.

Jetzt saß ich auf einmal da, habe das zweite Buch recht schnell geschrieben. Das war ein Gedichtband. Danach dachte ich

„Wenn ich meine Gedichte nehme und die jemand kauft, dann geht alles“.

Es ist nicht so, dass ich damit hunderte Euro im Monat verdiene aber über die Jahre schon. Dann dachte ich

„Davon mache ich mehr, das funktioniert“ und habe das Buch 3,4 und 5 sehr schnell danach herausgebracht und war dann in einer Situation, wo das meine Haupteinnahmequelle war. Das war alles in Zusammenarbeit mit Amazon,

mir war klar, dass das ein großes, dynamisches Unternehmen ist, das sich sehr schnell entwickelt und mir war klar, dass ich das Geld was reinkommt nehmen kann und einen Businesszweig daneben aufbauen kann,

damit ich nicht in Abhängigkeit eines einzigen Kooperationspartners komme.

Ich habe vorher schon begonnen das zu kombinieren, habe E-Mail-Programme gemacht aber da wusste ich noch nicht wer eigentlich meine Zielgruppe ist.

Ich dachte mir „Pass mal auf, diese Self Publishing Autoren mit ihren Romanen warten auf mich, dass ich ihnen mit NLP helfe ihre Buchbeschreibungen besser zu machen“.

Das war überhaupt nicht so.

Ich habe gute Freunde und nette Kontakte gewonnen aber keine Kunden. Der richtige shift war 2013, wo ich komplett auf das andere umgestiegen bin.

Da hatte ich den Höhepunkt meiner Bücher und dachte mir „Mache ich noch mehr mit Büchern oder mache ich etwas Anderes?“

Dann habe ich den WordPress Blog aufgesetzt, habe Programme entwickelt, habe begonnen dieses Vertrauen aufzubauen, indem ich meine gratis Leistungen wie den Blog, das E-book einfach rausgegeben habe.

Einerseits habe ich so viel Hilfe bekomme, dass ich den Anspruch habe das wiederzurückzugeben und ich denke mir, weil es mir immer noch darum geht die Welt zu verändern,

dass so viele Leute da draußen etwas zu teilen haben und es ist ihre Pflicht das zu tun, mit einem Buch ist das heute sehr einfach.

Gunnar Schuster:

Du hast gesagt, dass du die Welt verändern willst und genau das ist das Motto des Podcast, ich denke genau deswegen haben wir uns gefunden, weil das Motto des Podcast ist „Lass uns die Welt verändern“.

Du hast gesagt, dass du verschiedene Bücher zu verschiedenen Themen veröffentlicht hast, mir ist dann gleich „Positionierung“ eingefallen.

Wenn du dich als Buchautor positionieren möchtest, hast du jetzt mehrere Sachen genommen. Was ist sinnvoll beim Positionieren?

Meistens heißt es ja man soll sich eine Nische nehmen und darauf einklopfen“.

Du hilfst Leuten dabei Bücher zu erstellen, das ist deine Nische und wie machst du es, wenn du verschiedene Dinge hast?

Tom Oberbichler:

Ich kann die Leute gut verstehen, die viele Ideen haben und vielleicht auch noch etwas zögern sich für eine Sache festzulegen, denn ich habe einen großen Teil meines Lebens selbst so verbracht.

Ich war immer in allen möglichen Dingen, die ich begonnen habe, gut.

Ich habe schnell Erfolge gemacht und ich habe nie irgendetwas lange gemacht und das war mir irgendwann zu blöd.

Ich wollte in einem Bereich auf die Bühne gehen und da auch den Anspruch haben der Beste zu sein. Mir war sehr schnell klar, dass auch ich das nicht schaffe, wenn ich NLP mache, Beziehungscoachings, Buchbetreuung und so weiter, das geht nicht.

Ich habe mich bewusst dafür entschieden und das Wesentlichste finde ich, wenn du dir das Ganze mit einem langfristigen Erfolgsanspruch anschaut ist, dass du dir zwei Sachen überlegst:

1. Wo ist deine Kompetenz am stärksten?

2. Was ist der Bereich wo du wirklich am besten bist?

Ich meine nicht so etwas wie Podcasten, das wäre mir viel zu allgemein, sondern ist es die Gesprächsführung, ist es die Stimmung erzeugen, sind es die Fragestellungen, ist es die Tonqualität oder dein Jingle.

Das ist die eine Säule, die zweite Säule ist:

3. Wo hast du wirklich tierischen Spaß, wenn du es machst?

Wenn du diese beiden Sachen zusammentust, dann hast du auch das Sitzfleisch was du brauchst um dich lange genug damit zu beschäftigen, damit das dann auch zu einem Erfolg für dich wird.

Gunnar Schuster:

Du hast gesagt, dass du die Zielgruppe lange nicht gefunden hast. Hast du ein paar Tipps, wie man seine Zielgruppe schnell findet?

Tom Oberbichler:

Der wichtigste Tipp ist, dass du die Zielgruppe nicht in deinem Kopf findest, das sind Menschen, die es da draußen gibt und du darfst mit ihnen in direkten Austausch treten.

Ich war eingeladen im April 2014, da habe ich einen Workshop gemacht beim damals ersten Self Publishing Day über „Buchbeschreibungen“.

Das ist eine Aktion, die es einmal im Jahr gibt und die richtet sich sehr stark an die Belletristik-Autoren, die da draußen mit Self Publishing, mit E-Books und Taschenbüchern zum Teil riesige Erfolge haben.

Ich war dort und habe das ganze Ambiente auf mich wirken lassen, es war ein toller Frühling damals in Würzburg, schöne Stadt und alles, liebe Leute, schöne Kontakte gemacht und irgendwie bin ich mir dort vorgekommen wie auf einem fremden Planeten,

weil es in vieler Hinsicht nicht wirklich meins war.

Ich lese zwar manchmal einen Roman aber was mich fasziniert ist die Wissensübermittlung in Form von Ratgebern und diese Leute waren dort nicht.

Ich bin dort weggegangen und mir war klar, dass die Leute, die ich haben will Unternehmer und Unternehmerinnen sind.

Ich war da noch nicht am Ende, das war eine Entwicklung über Jahre, wo ich auch schon Kunden hatte, mit denen ich gearbeitet habe, auch Kunden hatte bei denen ich mich gefragt habe „Oh Gott warum habe ich ja gesagt?“ und dann hatte ich noch die Differenzierung, weil mir die Bücher auch beim Unternehmensaufbau sehr geholfen haben.

Wenn du mit deinem Unternehmen anfängst und nur 200€ im Monat fix, dann macht es einen riesen Unterschied.

Aber ich, mit meinem Angebot, bin für Anfänger nicht der Richtige.

Ich brauche Leute, die schon einen gewissen Erfolg in ihrem Business haben, weil nur dann kann ich meine Exzellenz wirklich einbringen, sonst bin ich permanent unterfordert und überfordert auf der anderen Seite.

Das weiß ich jetzt seit letztem Sommer und das war dann auch der Moment, wo dann die Einkommensschiene stark nach oben gegangen ist.

Gunnar Schuster:

Wie hast du das herausgefunden?

Hast du dich hingesetzt und dir Fragen gestellt und welche Fragen hast du dir dann gestellt oder hattest du eine Person, die dir geholfen hat und wenn ja, welche Fragen hat diese Person dir gestellt?

Tom Oberbichler:

Begonnen hat es damit, dass ich dieses Avatar-Konzept entdeckt habe.

Das kommt aus der Filmbranche, so arbeiten sich Schauspieler in eine Rolle ein, dass sie einen konkreten, imaginären Menschen daraus machen.

Nicht „weiblich, zwischen 40 und 45 Jahren, im Süden von München“, sondern „die Petra, rotbraune Haare, Kurzhaarschnitt und ganz im Detail“.

Das habe ich individuell begonnen zu machen und dann hatte ich den Zeitpunkt „Erste Kundinnen und Kunden“ auch schon.

Dann habe ich mir die Frage gestellt mit welchen von denen es mir am meisten Spaß gemacht hat und wo konnte ich die besten Ergebnisse für sie mit erreichen.

Für die habe ich mir ein Profil gemacht und nachdem mein Hauptkommunikationskanal immer noch Facebook ist, habe ich begonnen zu schauen wer Leute sind, die praktisch sind,

wo es konkret wirklich gut passen könnte, wo ich den Eindruck habe, dass ich ihnen gut helfen könnte. Dann habe ich angefangen mit denen Kontakt aufzunehmen und genetzwerkt.

Das heißt für mich, dass ich mir den Menschen anschaue und schaue, wie ich dem Menschen helfen kann. Habe angefangen damit Beiträge auf Facebook zu teilen,

Beiträge zu formulieren, auf den Blog zu gehen und dann habe ich geschaut wer sich darauf einlässt und wer nicht.

Wenn ein Gesprächs Thema kam und ich gemerkt habe, dass mich der Mensch interessiert, dann sage ich dem Menschen was mir an ihm gefällt und dass ich neugierig bin und gern mehr wissen mag.

Meine Erfahrung ist, dass wenn ich diese Nachricht auf Facebook verschicke, dass sich 98%, 99% der Leute freuen und ich habe dann im Laufe der nächsten Wochen ein Gespräch.

Zufälligerweise haben manche von denen dann auch eine Dienstleistung bei mir eingenommen, weil es wirklich gepasst hat.

Du brauchst am Anfang die ersten Erfolge „Success Sells“, wenn dann ein Buch am ersten Tag auf Platz 49 bei Amazon ist und fast 300 verkaufte Bücher hat, dann spricht sich das herum.

Gunnar Schuster:

War das ein E-Book oder ein physisches Buch?

Tom Oberbichler:

Das war ein E-Book. Ich mache immer beides, aber E-Book geht in dem Bezug natürlich immer besser.

Gunnar Schuster:

Machst du das mit „creative space“?

Für die, die es nicht kennen, das gehört zu Amazon und du kannst dort dein Buch hochladen und als physisches Produkt veröffentlichen und es wird dann von Amazon verschickt.

Tom Oberbichler:

Das Ganze hat den Namen „Print on demand“, meiner Meinung nach das Druckverfahren des 21. Jahrhunderts.

Du lieferst eine druckfertige PDF oder bei manchen eine Word Datei und sobald jemand das Buch bestellt wird das in Leipzig oder Großbritannien gedruckt und ist 2-3 Tage später beim Konsumenten.

Der Markt ist mittlerweile so dynamisch, wir haben hier big player, die es vor 2 bis 3 Jahren noch nicht gab. Da gibt es viele Möglichkeiten wie zum Beispiel „Book on demand“ oder „Ruckzuck-Buch“.

Gunnar Schuster:

Mir ist aufgefallen, dass Amazon natürlich seine eigenen Produkte von creative space bevorzugt verschickt. Wenn du Bücher bei „book on demand“ einstellst und über Amazon vertreibst, dann habe ich erfahren, dass es länger dauert, um das Buch von dort zum Kunden zu schicken.

Tom Oberbichler:

Was mir als erstes aufgefallen ist:

In dem Moment, in dem du das bei „creative space“ machst, steht bei dem Buch „lieferbar“.

In dem Moment, wo du einen Drittanbieter nimmst steht dort eventuell „gerade nicht auf Lager“, „in 3-5 Tagen lieferbar“ und du darfst vielleicht noch was für die Lieferung aufzahlen.

Du hast einen gewissen Vorteil, wenn du es über Amazon machst, die sind auch mit Abstand die besten.

Mit 130 Seiten Taschenbuch, das du für 15€ verkaufst, bleiben dir 5-6 Euro, das erreichst du so auf keinem anderen Kanal.

Gunnar Schuster:

Eine Sache die mir noch einfällt zu Amazon:

Amazon kopiert was funktioniert und das gilt auch bei Büchern.

Wenn du bei Büchern bekannt werden willst und du schreibst ein Buch

„Wie man Bücher schreibst“ und das wird ein Bestseller, dann wird es nicht lange dauern, bis Amazon ein Buch verkauft das

„Wie man Bücher schreibt“ heißt und das wird dann höher Ranken und dich dann outperformen wahrscheinlich.

Tom Oberbichler:

Diese Erfahrung habe ich persönlich nicht gemacht.

Was passiert ist, dass Amazon sich auch weiterentwickelt und ich kenne mittlerweile einige self publishing Autoren, die mittlerweile auch Verlagsangebote von Amazon bekommen haben „Amazon Publishing“ zum Beispiel.

Der Vorteil, warum ich auch immer noch sehr gut auf Amazon zu sprechen bin, obwohl die schlechte Presse haben und das muss man ganz klar sagen, wenn du vom Bereich her „Bildungsbürgertum“ als

Zielgruppe hast, dann ist „creative space“ nicht der Ort, den ich dir empfehlen würde, viele von denen mögen Amazon nicht.

Amazon hat ein Geschäftsprinzip:

wenn du auf eine Produktseite kommst,

wollen die dir das Produkt anbieten, was du am ehesten kaufst. Das ist kein Geheimnis, die analysieren dein Nutzerverhalten im Internet und deshalb passen auch die Vorschläge, die sie dir machen erstaunlich gut.

Ich schmunzle immer, dass wenn die Leute ihr eigenes Buch veröffentlich und dann sagen „Wow sogar auf Facebook wird mit meinem Buch geworben“ und das liegt einfach daran, dass sie vor dem Computer sitzen und selbst die ganze Zeit auf ihrer Seite checken ob noch alles passt.

Die anderen Portale sind aber Werbeflächen, die zum guten Teil verkauft werden. Auch bei einer Buchhandlung werden die Prämienplätze nicht zufällig vergeben, sondern die haben einen Preis.

Der Preis von Amazon ist nicht, dass du ihnen in erster Linie Geld gibst, sondern dass sie glauben, dass dein Buch gekauft wird, weil die Menschen ein Buch gekauft haben das von der Beschreibung her ähnlich ist.

Gunnar Schuster:

Was ich gut finde bei Amazon:

Die machen für dich Werbung, auch bei physischen Produkten.

Vielleicht ist es einem Zuhörer schon mal aufgefallen:

Wenn ihr bei Amazon seid und plötzlich bei Facebook davon Werbung seht, dann kommt das, weil ihr auf Amazon unterwegs ward und genau das machen die bei Büchern.

Tom Oberbichler:

Das ist dieses re-targeting. Wenn du dir an einem Tag etwas angeschaut hast, dann ist das in den nächsten Tagen auf Facebook, skype, Google.

Wenn du dann wirklich etwas gekauft hast, dann kriegen sie das zum Glück nicht auch noch mit.

Gunnar Schuster:

Ich habe noch zwei Fragen an dich, du hast es schon angesprochen: Verkaufs Strategie. Ich wollte dich ursprünglich fragen,

welche Tipps du hast, wenn man ein Buch verkaufen möchte.

Vielleicht können wir annehmen, dass ich dein Kunde bin und ich komme zu dir mit einem Buch, das ich machen möchte und dann machen wir erst einmal ein paar Minuten und gehen dann zu den Strategien auf Amazon weiter?

Tom Oberbichler:

Solche quick-fixes mache ich nicht.

Mein Businessmodell ist auf längere Zusammenarbeit ausgerichtet,

das heißt, wenn jemand zu mir ins Erstgespräch kommt, dann werde ich dich fragen um dein Projekt kennenzulernen.

Natürlich ist es sinnvoll mit einer Preisaktion dein E-Book zu starten, natürlich ist es sinnvoll deine Liste darauf vorzubereiten und sie alle daraufhin zu konzentrieren,

es an einem bestimmten Tag zu kaufen aber da wo wirklich der große Hebel liegt, was du mit einem Buch heute für dein Business erreichen kannst, ist das nur ein kleiner Tropfen in dem Ozean, der da wartet.

Die große Chance die du hast ist, dass du dein Buch in dein Business Modell wirklich organisch integrierst.

Du hast einen Verkaufstrichter, die Leute finden irgendwie zu dir und kommen mit dir in Kontakt, du musst diese 3 Schritte kennen Kennlernen, mögen und vertrauen.

In diesem Prozess ist dein Buch irgendwo.

Für mich war das Buch zum Beispiel immer am Ende des Verkaufstrichters.

Die Leute haben mich irgendwie kennengelernt und sind letztendlich von mir darauf hingewiesen wurden das Buch zu kaufen.

Wenn sie das gemacht haben gab es noch cross-selling, nämlich die anderen Bücher von mir aber das war alles.

Ich schreibe gerade in Buch über Buchmarketing und das ist relativ früh in meinem Trichter. Ich habe diese Gratisinhalte im Podcast,

habe den Blog, habe die Inhalte in meinem Videokurs und das E-Book, das ich gegen di Newsletter-Adresse herschenke und dann kommt das Buch.

Dann mache ich zwei Mal im Jahr einen Kurs, aber mein Hauptgeschäft ist wirklich die Zusammenarbeit mit Menschen, wo ich jemanden für mindestens 3 Monate, oft 6 Monate begleite und mit ihm das Buch schreibe.

Gunnar Schuster:

Letztendlich muss ich ja erst einmal überlegen, was mein Business Modell ist.

Wenn ich das herausgefunden habe und dann zu dir komme und ein Buch über „E-Mail Marketing“ veröffentlichen möchte, was wären dann die nächsten Schritte?

Der Inhalt ist fertig, das Layout ist mehr oder weniger fertig, das machst du ja nicht. Du machst strategische Beratung bei der ganzen Sache oder?

Tom Oberbichler:

Das kommt darauf an.

Ich sage einmal, je früher du zu mir kommst, desto besser für dich.

Den Inhalt bringen die Leute immer mit aber das Marketing beginnt schon beim Schreiben.

Dir muss bei einem Buch klar sein was die Leute machen.

Ein Buch ist letztendlich nichts Anderes als eine Landing-Page.

Dort kommen Leute hin, die etwas Bestimmtes suchen und du willst, dass die eine bestimmte Aktion machen wie zum Beispiel sich für deinen Newsletter anmelden, deinen Kurs kaufen, ein Erstgespräch mit dir buchen und ein Buch ist nichts Anderes, nur viel länger.

Du musst wissen, wo du die Leute zum Schluss hinführen willst und das ist der einzige Pferdefuß von Amazon: Die Daten sind bei denen, du bekommst keine Kundendaten.

Kundendaten hättest du nur, wenn du über die eigene Seite verkaufst, wo du die anderen Mechanismen nicht mit nutzen kannst.

Eine Sache bei der ich den Leuten helfe ist

Wie schaffst du es dein Buch bei den Menschen al Kommunikationsmittel einzusetzen, sodass die nicht nur das Buch kaufen, sondern danach den nächsten Schritt auf dich zu machen.“

As Zauberwort dabei ist Bonusmaterial, das ist ein offenes Geheimnis.

Die Erfahrung habe ich machen dürfen:

Als ich begonnen habe mit der Geschichte, habe ich am Ende vom Buch eine Einladung zum Newsletter drin gehabt.

Das macht keiner, super, das macht vielleicht einer von 1.000.

Wenn du schon in einem Business arbeitest und schon ein Netzwerk hast, dann sind 1.000 Bücher in den ersten 1,5 Jahren ein Ziel, bei dem ich sage, dass es planbar ist. Alles was darüber hinausgeht, da müssen schon einige Faktoren zusammenpassen.

Das kommt aber auch darauf an. Wenn du schon ein Netzwerk von 10.000 Leuten hast, die an dir interessiert sind, dann kannst du es auch in einem Monat schaffen.

Gunnar Schuster:

Ich habe selbst unter einem Pseudonym ein Buch veröffentlicht und da habe ich die Strategie die du erzählt hast selbst gemacht.

Ich habe ein Bonusmaterial mit in das Buch gepackt, das war ein Audioprogramm, das die Leute durch den Buchkauf dazubekommen haben gegen ihre E-Mail-Adresse und das war ein Punkt warum das so gut läuft.

Mit den Downloads, vielleicht kommen wir da noch drauf, wie viele Downloads du brauchst, um einen Bestseller bei Amazon zu bekommen.

Ich habe da schon mal eine Zahl gehört, aber da hast du bestimmt bessere Einsichten.

Tom Oberbichler:

Ich finde es immer wichtig die Latte nicht künstlich hochzuschrauben.

Wenn du dir eine kleine, stark abgegrenzte Nische bei Amazon heraussuchst und es schaffst 20 Käufe am Tag zu generieren, dann hast du schon die erste Sichtbarkeit erreicht und das ist durchaus,

gerade im Businessbereich, realistisch davon auszugehen, dass du in einer Kategorie einen Nummer 1 Bestseller Platz mitnehmen kannst.

Das ist wirklich eine exponentielle Kurve.

Je weiter nach oben du kommst, desto mehr brauchst du. Die Schwelle von den Top 100, da sind die Schwankungen groß. Weihnachten ist etwas Anderes als jetzt.

Da verkauft man durchaus 200 an einem Tag. Ein Freund von mir war vor kurzem wieder Platz 1, das waren dann um die 1500 Bücher am Tag.

Gunnar Schuster:

An einem Tag? Für wie lange ist das? Für einen bestimmten Zeitraum?

Tom Oberbichler:

Ein Tag, 24 Stunden.

Gunnar Schuster:

Wie funktioniert das mit dem Ranking?

Und wenn dann am nächsten Tag nur 1000 Bestellungen kommen,

bleibe ich dann in der Top 10 oder geht es dann wieder herunter?

Tom Oberbichler:

Die Algorithmen von Amazon sind mindestens genauso gut gehütet wie die von Google.

Es gibt einige Sachen:

Du brauchst immer mehr Verkäufe um hochzukommen, als um oben zu bleiben,

weil Amazon die Pass-Performance mit berücksichtigt.

Das ist ein Grund warum Leute zu mir kommen, die ein Buch vor langer Zeit geschrieben haben, das auf Platz 750.000 ist und mich fragen, ob ich ihnen helfen kann das Buch nach oben zu bekommen.

Dann sage ich ihnen, dass wir dieses Buch als Beispiel nehmen können um das nächste Buch besser zu machen.

Wenn das Buch einmal unten ist, dann hast du viel größeren Reibungswiederstand. Die Fluktuation ist ganz stark, wenn du verloren hast.

Die Top 10 für Ratgeber und Sachbücher ist total herausfordernd, weil die ganz stark besetzt sind mit den Tristik-Büchern.

Wenn du dir bei Amazon die Bestseller Liste anschaust ist die beherrscht von Liebesromanen und Thrillern.

Die werden ganz oft gekauft, da ist das Volumen enorm hoch und dadurch ist die Messlatte sehr hoch. Der Druck ist sogar so hoch, dass manche von denen ausweichen in die Ratgeber Kategorie,

da siehst du dann auf einmal einen pornografischen Roman oder eine Liebesschnulze und du denkst dir „Was hat das mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun?“,

die wollen dann einfach Sichtbarkeit und das ist die Masche: Werbung um jeden Preis, egal wer uns sieht, vielleicht kauft es jemand.

Gunnar Schuster:

Können wir noch einmal über Strategien sprechen?

Du beeinflusst ja das Ranking.

Früher konnten andere zu dem Buch „Tags“ vergeben und das hat das Ranking vom Buch beeinflusst. Lass uns über Ranking Strategien sprechen, welche Tipps hast du da?

Tom Oberbichler:

Früher hatte Amazon intern ein „gefällt mir“ System, das wurde aber abgeschafft und das mit den „Tags“ geht auch nicht mehr.

Du kannst, wenn du das Buch hochlädst, 7 Keywords vergeben und was sehr schlagwortrelevant ist sind Sachen wie Untertitel und Buchbeschreibung.

Da dürfen deine ein zwei Keywords schon vorkommen, damit das gut positioniert wird. Bei Amazon ist es sehr komplex.

Es gibt reine Verkaufs-Rankings, das sind Bestseller Liste, die ergeben sich aus den Verkäufen und sind Stundenaktuell und das ist eine Mischung aus Verkäufen von jetzt, die Verkäufe der Bücher direkt über und unter dir, wie entwickelt sich die Dynamik und wie waren die vergangenen Verkäufe.

Zum Hochkommen brauchst du am meisten Energie, aber wenn du eine Spitze produzierst, also ein Tag 100 Verkäufe und dann die nächsten Wochen immer nur 2, dann verschwindest du schneller aus der Versenkung,

als wenn du an 10 Tagen hintereinander je 100 Verkäufe generierst.

Diese Spitzen sind auch der Grund warum ich sehr früh damit begonnen habe den Autoren davon abzuraten anzufangen, sich gegenseitig Rezensionen zu schrieben.

Da gibt es ja diesen Rezensionen Handel gegen Geld aber so blöd ist Amazon nicht. Beim Amazon Partner Programm:

Wenn meine Frau über die gleiche IP Adresse über meinen Partnerlink bestellt, dann bekomme ich keine Provision.

Das hat einmal geklappt und dann wurde es abgestellt.

Ich lese immer wieder von Autoren, die sagen, dass ihre ganzen Rezensionen weg sind.

Das ist meistens so, wenn 2 Leute sind sich von links nach rechts immer gegenseitig bewerten. Das lohnt sich nicht.

Diese Rezensionen sind zwar für die Beliebtheitsskalen, und das ist die zweite Schiene, die Amazon hat,

es gibt die Verkaufsrankings und die Beliebtheitsrankings und bei den Beliebtheitsrankings da spielen die Rezensionen schon eine Rolle, da ist es wichtig einen halbwegs guten Schnitt zu haben und dass regelmäßig Rezensionen kommen.

Oftmals haben die Bücher beim Launch, weil sich die Autoren darum bemühen und das mache ich auch, dass ich frage ob sie Rezensionen auf Amazon schreiben können, aber wenn das aufhört und es kommt nie wieder etwas, dann ist das auch nicht gut.

Gunnar Schuster:

Das mit den Rezensionen ist gut.

Die Rezensionen sind glaube ich auch dafür da,

um das Buch im Ranking auch so hochzupushen. Ich nehme an, dass Amazon auch die ganzen Rezensionen auswertet und die Keywords,

die verwendet werden, werden sicherlich auch beeinflussen wie das Buch im Ranking steigt oder nicht.

Tom Oberbichler:

Ganz ehrlich Gunnar.

Ich habe es mir angeschaut und das stimmt bei den Beliebtheitsrankings. Das ist vor allem für Leute im Kindle Direktkauf wichtig.

Im Verkaufsranking habe ich keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Rezensionen „gut oder schlecht“ und den Verkaufserfolgen festgestellt.

Was Gift ist, wenn du dein Buch raushaust und dir gleich als erstes eine böse Rezension einfängst. Das ist schon Verkaufsschädigend.

Es ist aber zum Beispiel nicht notwendig lauter 5 Sterne zu haben.

Die Leute sind ja auch nicht dumm.

Wenn die ein Buch mit ausschließlich 5 Sternen sehen, dann ist die erste Reaktion

„Das ist sehr seltsam“.

Es wird jemanden geben, dem es ehr gut gefällt, dann müssten ein paar 4 Stern rein, es kann auch mal eine 3 Sterne Bewertung sein.

Es ist gut, wenn ein Mix da ist.

Gunnar Schuster:

Wie gehst du damit um, wenn du negativ Bewertungen hast?

Du hast dein Buch veröffentlicht, hast Herzblut hineingesteckt, hast Freude und kriegst dann erstmal die komplette Breitseite mit ein paar negativen Bewertungen.

Wie kannst du das ändern?

Die Bewertungen beeinflussen ja auch das Ranking mit. Im Bezug zu den Wettbewerbern, gleich Kategorie, einer hat 1 Bewertung mit 5 Sternen und du hast 3 Bewertungen mit 3 Sternen, dann wirst du an dem wahrscheinlich erstmal nicht vorbeikommen oder?

Tom Oberbichler:

Das ist die Frage.

Ich bin einen langen Weg gegangen, am Anfang hat es mich sehr betroffen gemacht, da war ich richtig gekränkt, eine Mischung aus gekränkt, sauer und extrem angefressen.

Wo ich jetzt angekommen bin, schaue ich mir meine Rezensionen nicht an.

Ich bekomme genug Rezensionen direkt an mich persönlich geschickt um das Gefühl dafür zu haben wie das ankommt was ich mache.

Wenn ich sehe, dass da etwas Schlechtes steht, schaue ich es mir gar nicht an.

Ich habe aus so einer Rezension noch nie etwas gelernt, es gibt Rezensionen wo dich Leute auf Fehler aufmerksam machen, die geben mir nicht einen Stern, sondern zwei oder drei.

Ich habe am Anfang ganz viel mit NLP gearbeitet, habe ein eigenes Buch darüber geschrieben, weil es mir damals so auf den Nerv gegangen ist.

Konstruktiver Umgang mit Kritik ist einfach wichtig und der für mich aller wichtigste Tipp ist: Fange keine Diskussion mit Leuten an.

Du hast zwei Möglichkeiten:

Entweder du kommentierst jede oder du lässt die Finger davon, denn es lohnt sich nicht.

Ich habe viele Leute gesehen, die viel Magensäure verschwendet haben und es gibt Leute, die in einem schlechten Film leben.

Wenn die zu mir kommen und mir eine Nebenrolle anbieten, sage ich danke aber ich bin ausgebucht, ich spiele die Rolle in meinem eigenen Film – das ist eine romantische Actionkomödie,

ab und zu habe ich Nebenrollen in schönen Filmen wie gerade in deinem Gunnar und dafür halte ich mich frei.

Ich habe keine Zeit und Energie für den negativen Bereich.

Gunnar Schuster:

Oft ist es ja so, dass ein Stern Bewertungen Hater oder Konkurrenten sind.

Tom Oberbichler:

Das Gute ist, dass ich eine spezifische Zielgruppe habe, ich weiß wen ich erreichen will und das sind nicht unbedingt Horrorfilmschauer, weil die passen sowieso nicht gut zu meinem Charakter.

Was noch ein gutes Beispiel ist:

Es gibt dieses Buch „The Secret“ das ist recht bekannt, mittlerweile 22 Mio. mal verkauft auf der Welt. Wenn du Lust hast dann geh auf Amazon und schaue dir die Rezensionen von „The Secret“ an.

Die haben glaube ich 400 5-Sterne Rezensionen und fast 200 1 Stern-Rezensionen.

Sobald du Öffentlichwirksamkeit mit dem was du machst erzielst, schießt du automatisch über deine Zielgruppe hinaus und erwischst Leute, für die du eigentlich nicht der Richtige bist und das gehört einfach dazu.